Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Radiokolleg

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Im Dialog mit der Kunst". Mit der spirituellen Bild-Sprache von Mark Rothko beschäftigt sich Gustav Schörghofer, Jesuit und Künstlerseelsorger. An moderne Fastentücher erinnern die späten Gemälde des großen amerikanischen Künstlers Mark Rothko, der am 25. Februar 1970 gestorben ist: große Farbflächen, reduziert und doch reichhaltig; flächige Bilder, oft mit Rottönen, die die Betrachtenden zum meditativen Dialog mit dem Kunstwerk einladen. "Es ging ihm um die großen Fragen der Menschheit", sagte sein Sohn Christopher Rothko: "Warum sind wir hier? Was passiert, wenn wir sterben? Gibt es einen Gott?" Der Theologe und Kunsthistoriker Gustav Schörghofer nimmt den 50. Todestag von Mark Rothko - und die Schwelle vom Fasching zur Fastenzeit - für seine spirituelle Bild-Sprache wahr.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Aimie Rehburg. Gibt es grüne oder "klimafreundliche" Musik? Ist "unplugged" gleich CO2-neutral? Oder mit Gemüse fabrizierte Musik, bei der es nach dem Ohrenschmaus auch einen für den Gaumen gibt? Und - was ging Johann Sebastian Bach im Köthener Kittchen durch den Kopf? Laut Johannes Brahms jedenfalls ist "schlanke Musik" fabelhaft schwer, müssen doch die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen gelassen werden.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Biologe Markus Domanegg spricht über Ratten. Teil 3: Die Wanderratte Gestaltung: Nora Kirchschlager Mäuse gehen ja noch, aber Ratten? Neben Spinnen und Schlangen belegen die Nager die Top 3 der unbeliebtesten Tiere. Auch wenn Zeichentrickfilme wie "Ratatouille" (mit Rémy, der kochenden Wanderratte als Hauptdarsteller) das Image der Ratten mittlerweile etwas aufgemöbelt haben - werden den Tieren doch nach wie vor eher negative Eigenschaften, wie hinterlistig, schmutzig, gefährlich usw. zugeschrieben. Anders in Asien: Hier werden Ratten als Glücks- und Heilbringer verehrt. Übrigens stammen fast alle der rund 65 Arten aus Ostasien. Über Handelsschiffe gelangte zuerst die Hausratte, später die Wanderratte nach Europa. Letztere verdrängte schließlich die Hausratte in unseren Breiten fast zur Gänze. Wer des nächtens eine Ratte um ein Hauseck huschen sieht, hat es also ziemlich sicher mit einer Wanderratte zu tun. Wanderratten gibt es auch in der gezähmten Form. Korrekterweise spricht man dann von Farbratten. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben und auch in diversen Züchtungen, etwa mit einem weißen Körper und einer farbigen Augenmaske oder einem dunklen Fleck zwischen den Ohren, der wie eine Kappe aussieht. Farbratten werden als die "Hunde unter den Ratten" bezeichnet. Sie sind sehr zutraulich und man kann ihnen viel beibringen. Im Tiergarten Schönbrunn gibt es zwei sehr ungewöhnliche Rattenarten: Die Gambia Riesenhamsterratte hat, wie ein Hamster, Backentaschen, in die sie große Mengen an Weintrauben, Nüssen etc. füllen kann und später in Ruhe in ihrem Versteck frisst. Sie werden in Asien und Afrika zur Entschärfung von Minen und zum Erschnüffeln von Tuberkulose eingesetzt. Die zweite Exotin ist die Nördliche Riesenborkenratte. Ihr auffälligstes Merkmal ist, dass sie eigentlich so gar nicht wie eine Ratte aussieht.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Das Völkerrecht

Spielregeln gegen die globale Unordnung (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Ein Vertrag, den die beiden mesopotamischen Stadtstaaten Lagasch und Umma im Jahr 3100 v.Chr. schlossen, belegt: Schon lange vor unserer Zeitrechnung machten sich Herrscher nicht nur darüber Gedanken, welche Normen innerhalb ihres eigenen Machtbereichs gelten sollten. Sie waren auch an übergeordneten Spielregeln interessiert, die die Beziehungen diverser Herrschaftsgebiete zueinander ordnen sollten, also eine Art früher und rudimentärer Form des Völkerrechts. Das Völkerrecht - oder internationale Recht -, wie wir es heute kennen, entwickelt sich vor allem im 19. Und 20. Jahrhundert und wird im 21. Jahrhundert ständig erweitert. Umwelt, Weltraum und der virtuelle Raum sind nur einige aktuelle Beispiele. Recht auf der einen und die politischen Interessen der Staaten auf der anderen Seite stehen dabei in einem ständigen und komplexen Wechselspiel. Zwar gibt es inzwischen unzählige internationale Verträge und Abkommen, große Organisationen wie die UNO, internationale Gerichtshöfe und vieles mehr, doch deren Zuständigkeiten, Bedeutung und "korrekte" Auslegung sind häufig umstritten. Das zeigt sich beispielsweise bei der Frage, wann Gewaltanwendung, militärische Interventionen und Präventivschläge gerechtfertigt sind, oder was Vorrang hat - Wirtschaftsinteressen oder Rechte von Indigenen. Grundlegendes Ziel des Völkerrechts wäre es, die Voraussetzungen für eine stabile globale Friedensordnung festzulegen. Tatsächlich aber unterscheiden sich die Vorstellungen von Souveränität und Rechtsgestaltung zwischen den großen Spielern, den USA, der EU, China und Russland oft signifikant.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Casting neuer Ideen (3). Gestaltung: Sarah Kriesche, Ilse Huber, Viktoria Waldegger, Stefan Niederwieser, Margit Atzler, Irmgard Wutscher Unter [oe1.orf.at/zukunft|oe1.orf.at/zukunft] können Sie Projekte, Ideen und Initiativen einreichen, die die Zukunft im Jetzt reparieren wollen. Wir haben 12 ausgewählt und präsentieren sie im Laufe der Woche. *ReCycling-Tour - eine umweltfreundliche Konzerttournee* Wenn Bands auf Tour gehen, werden Kerosin, Plastik und viele Megawattstunden Strom verbraucht. Um diesen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, haben sich etwa grüne Booking-Agenturen gegründet und Zertifikate für Green Events etabliert. Der Tiroler Musiker geht einige Schritte weiter. Oder besser gesagt, er radelt sie. Ab Mai tritt er mit seiner Band eine Österreich-Tournee an. Das gesamte Equipment wird dabei auf Rad-Anhängern transportiert, Einweggebinde werden verbannt und auch die Veranstalter sollen vegetarische, lokale Speisen servieren. Die Bemühungen gehen bis hin zum Publikum, das umweltschonend anreisen sollte. Gestaltung: Stefan Niederwieser *Hausgemacht Kollektiv - Freizügig feiern mit Regeln und Dresscode* Hausgemacht ist ein Party-Kollektiv, seit ca. eineinhalb Jahren veranstaltet es die sexpositiven "zusammen kommen" Partys. Es gibt Regeln und einen Dresscode - vor allem letzterer sieht Freizügigkeit vor. Vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die nur bestimmte Körper als begehrenswert und bestimmte Formen von Beziehung und Sexualität als erwünscht definiert, soll es auf dieser Party Platz geben für mehr - auch wenn man vielleicht nur zum Tanzen hingeht. Gestaltung: Irmgard Wutscher *Der Klima-Werkzeugkoffer - Voller guter Ideen* Die Gruppe workers for future hat einen Klima-Werkzeugkoffer erarbeitet, der viele Anregungen enthält. Keine passive Angst vor Veränderungen, sondern aktive Mitwirkung beim sozialökologischen Umbau in Richtung Zukunft. Eine Zukunft, die auf ein gutes Leben für alle und für den Erhalt des Planeten abzielt. Mit gemeinsamer Kraft. Gestaltung: Ilse Huber

09.45 Uhr
Radiokolleg - London - ewiger Quell der Popmusik?

Eine persönliche Spurensuche (3). Gestaltung: Robert Rotifer Seit mehr als einem halben Jahrhundert, den Beatles sei Dank, ist London eine Welthauptstadt der Popkultur. Das war auch der Grund, warum der Wiener Journalist Robert Rotifer einst dorthin zog, um aus der Mitte der dortigen Szene zu berichten. 23 Jahre später fragt er sich, ob er bloß zu alt geworden oder die globale Strahlkraft, der vom Brexit und dem Niedergang der Musikindustrie gebeutelten britischen Hauptstadt tatsächlich verblasst sein könnte. In Soho, wo einst an jeder Ecke Live-Musik zu hören war, gibt es faktisch keine Live-Clubs mehr, die "Grassroots" des Live-Geschehens haben sich längst in den fernen Osten und Süden der Stadt verpflanzt. Doch selbst dort kämpft die Szene ums Überleben - meist ohne Gage. Solche Vorstadt-Phänomene gleichen eher jenen der Pop-Provinz als denen einer Pop-Metropole. Doch wenn die Dinge wirklich so schlecht stehen, woher kam dann die aktuelle Explosion der jungen Londoner Jazz-Szene? Und wenn nicht weiße Bands, sondern Grime-Stars wie Stormzy heute Londons musikalische Aushängeschilder sind, wieso ziehen sich dann die dämonisierten Drill-Rapper auf den Mikrokosmos per Youtube und auf der Straße ausgetragener Kleinkriege zwischen Bewohnern rivalisierender Postleitzahlen zurück? Oder manifestiert sich in all diesen parallel existierenden, kleinen Welten vielmehr das Ende der Ära des Hypes rund um das alle vereinende "next big thing"? In seiner Radiokolleg-Serie verlässt Robert Rotifer seine eingetretenen Pfade auf der Suche nach Londons junger Szene und der Zukunft der Popkultur.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Nadja Kayali Experimentierfelder Ludwig van Beethoven: Quintett für Streicher in Es-Dur op. 4 Eigentlich sollte Beethoven ein Streichquartett schreiben, aber er komponierte ein Streichquintett. Streichquintette entstanden bei Beethoven immer rund um Quartette und waren ein Feld, auf dem der Komponist experimentieren konnte. Im Falle des op. 4 kommt allerdings hinzu, dass es sich außerdem um eine Bearbeitung eines früheren Stückes handelt. Das war jedoch für Bläser, wovon schon die Wahl der Tonart, Es-Dur, erzählt.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Venus -Transit". Von Zsófia Bán. Aus dem Ungarischen von Terézia Mora. Eine aufgelöste junge Frau steigt in ein Taxi. Die Taxifahrerin ordnet sie gleich richtig ein, nimmt die Aufforderung zum Tanz nicht an, fragt nicht nach. Irgendwann beginnt sie von selbst zu reden ... Zsófia Bán, 1957 in Rio de Janeiro geboren, wuchs in Brasilien und in Ungarn auf und studierte Anglistik und Romanistik. Die Kunst- und Literaturkritikerin hat in Filmstudios gearbeitet, war Ausstellungskuratorin und lehrt Amerikanistik in Budapest. "Abendschule", ihr literarisches Debüt, erhielt 2008 den Attila-József-Preis. Gestaltung: Stefanie Zussner

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung 1. 26. Klavierfrühling 2. "Tausend und eine Nacht" 3. "Zigeunerbaron" im Theater an der Wien 26. Klavierfrühling Der Grazer Pianist Markus Schirmer eröffnet kommenden Sonntag am 1. März den 26. Klavierfrühling in Deutschlandsberg in der Steiermark. Unter dem Titel "Markus Schirmer - Klavier und Freunde" stehen Ludwig van Beethovens Klavierquartett op. 16., Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate für Klavier zu 4 Händen in D-Dur und Robert Schumanns Klavierquintett in Es-Dur op. 44 auf dem Programm. Insgesamt werden im Rahmen des Klavierfrühlings 44 Werke aufgeführt, die einen zeitlichen Bogen beginnend von 1727 bis ins Jahr 2020 spannen, mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach bis zu Arnold Schönberg. Das Schlusskonzert am 1. Juni gibt die Pianistin Elisabeth Leonskaja mit Stücken von W.A. Mozart und Arnold Schönberg. Zwischen dem 1. März und dem 1. Juni treten außerdem während des Klavierfrühlings der russische Pianist Alexei Lubimov und der 1989 in Bulgarien geborene Pianist Emanuil Ivanvov mit Soloklavierstücken auf sowie der Wiener Pianist Till Fellner gemeinsam mit dem Tenor Mark Padmore. Weitere Solokonzerte geben die Pianisten Christian Zacharias und der erst 15jährige Shunta Morimoto. "Tausend und eine Nacht" "Tausend und eine Nacht" - so lautet das Motto der Sonntagsmatinee am 1. März im Großen Festspielhaus in Salzburg, wenn sich Klänge aus Ost und West treffen. Die Geigerin Leticia Moreno wird mit dem Mozarteum Orchester Salzburg Fazil Says Violinkonzert "1001 Nights in the Harem" op. 25 spielen. Und der russische Dirigent Andrey Boreyko, der erstmals zu Gast beim Mozarteum Orchester ist, wird zwei Stücke aus seiner Heimat präsentieren: Die Polotewer Tänze aus Borodins Oper "Fürst Igor" sowie Sergej Prokofjews Symphonie Nr. 5 in B-Dur op. 100. Die Sonntagsmatinee "1001 Nacht" mit Andrey Boreyko, der Geigerin Leticia Moreno und dem Mozarteum Orchester Salzburg findet am 1. März im Großen Festspielhaus in Salzburg. Konzertbeginn ist um 11 Uhr. "Zigeunerbaron" im Theater an der Wien Am 29. Februar, also kommenden Mittwoch, hat die Operette "Der Zigeunerbaron" von Johann Strauß Premiere. Die Uraufführung des "Zigeunerbaron" 1885 im Theater an der Wien bescherte Johann Strauß den größten Bühnenerfolg zu Lebzeiten. Die Geschichte spielt in einer sumpfigen Landschaft irgendwo im habsburgisch-verwalteten Banat rund um das Jahr 1740 und vereint Großbauern und Lebenskünstler. Alfred Eschwé ist der Dirigent der Produktion. Regie führt Peter Lund. Es singen u.a. Marco di Sapia, Boris Eder, Anita Götz, Martina Mikelic bereit.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Philipp Weismann. Die Mezzosopranistin Kate Lindsey widmet sich dem Ariadne-Mythos. Die mythologische Figur der Ariadne (ital.: Arianna) ist das Urbild der verlassenen Frau: Die Tochter des kretischen König Minos wird von ihrem Geliebten Theseus allein auf der Insel Naxos zurückgelassen, wo sie ihr Schicksal beklagt. Etliche große Komponisten - von Claudio Monteverdi bis zu Richard Strauss - haben sich dieses Stoffs angenommen und ihn für die Opernbühne bearbeitet. Die US-amerikanische Mezzosopranistin Kate Lindsey und das britische Barockensemble Arcangelo präsentieren nun drei Kantaten, die sich auf das Ariadne-Thema beziehen. Auf dem Album "Arianna" sind Werke von Alessandro Scarlatti, Georg Friedrich Händel und Joseph Haydn versammelt, die jeweils eine eigene Antwort auf die Geschichte der enttäuschten Liebe geben. Kate Lindsey berührt dabei mit ihrem hochemotionalen Gesang - von samtig-weich bis zu wild-dramatisch reicht das Spektrum. Immer aber ist es ein sinnliches Hörerlebnis, welches das sensibel und transparent musizierende Ensemble Arcangelo unter der Leitung von Jonathan Cohen noch verstärkt.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Dirigent: Andrew Manze; Damen des Rundfunkchors Berlin; Martin Helmchen, Klavier; Yeree Suh, Sopran. Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester c-Moll op. 37 * Ralph Vaughan Williams: Symphonie Nr. 7, "Sinfonia antartica". Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

Eine Arbeit zwischen Spaß und Verantwortung. Wie Menschen anderen das Schwimmen beibringen Didaktische Fähigkeiten, Freude am Kontakt mit Menschen, Interesse für Sport zählen zu den Anforderungen eines Schwimmlehrers, einer Schwimmlehrerin. Die Ausbildung dazu ist nicht gesetzlich geregelt, Lehrgänge werden von der Österreichischen Wasserrettung ebenso angeboten wie von privaten Sportakademien und Schwimmschulen. Bei den Wiener Bädern sind Schwimmlehrer festangestellt, und neben dem Unterricht auch für Beckenaufsicht sowie die Reinigung zuständig. Schwimmlehrer vermitteln Freude am Schwimmen, gleichzeitig ist ihre Tätigkeit wichtig in der Unfallprävention. Immerhin gibt es geschätzte 700.000 Menschen in Österreich, die nicht schwimmen können. Etwa 40 Menschen ertrinken pro Jahr bei Badunfällen. Gestaltung: Marie-Claire Messinger Wort der Woche: Noel Kriznik Moment-Echo: Andrea Hauer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Singend jammern und sich aufregen. Der Beschwerdechor für Kinder Sich mal so richtig beschweren können und das lauthals, damit es alle hören! Darüber, dass man viel zu wenig Süßigkeiten bekommt, aber dafür viel zu viele Hausaufgaben; und dass man früher als die Geschwister ins Bett gehen muss. Rudi besucht die Beschwerdlerinnen und Beschwerdler, wie sich die Mitglieder des junior BESCHWERDECHOR selbst nennen. Kinder und Jugendliche zwischen neun und 14 Jahren proben einmal in der Woche und werden dabei ihre kleinen und großen Beschwerden lauthals singend los. "Wir beschweren uns über vieles. Jeder hat andere Meinungen über die Beschwerden" "Am Anfang bin ich immer ein bisschen schüchtern, aber wenn wir endlich damit beginnen, Beschwerden zu finden, dann bin ich schon voll mit reingezogen und mach mit!" "Du fühlst dich viel besser, wenn mal alles raus ist und du deine Gefühle nicht verheimlichen musst" "Es würde sicher nicht so gut klingen, wenn ich jetzt allein singe" "Dann können wir vielmehr wir sein, anstatt so angespannt und kleinlich zu sein"

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Ungeschminkt. Das neue Album von Violetta Parisini Für uns, das Publikum, scheint es auch eine neue Violetta Parisini zu sein, aber so ist das nicht. Eine Künstlerin hat sich eine Auszeit genommen, viel nachgedacht und nachgespürt, hat zwei Kinder bekommen, hat wahrgenommen, was um sie herum und in ihr passiert und als Konsequenz daraus, veröffentlicht sie Ende dieser Woche erstmals nach acht Jahren (!) eine CD, in der sie nicht nur auf Fotos völlig ungeschminkt ist. Dass die Produktion durch Crowdfunding möglich wurde, dass sie auf ihrem eigenen Label erschienen ist, dass sie sich für alles die Zeit genommen hat, die sie brauchte, das sind wesentliche Entscheidungen. Sie will zu ihrem Publikum eine starke Verbundenheit aufbauen. Dafür braucht es Ehrlichkeit, Verletzlichkeit und - wie sie singt - dass sie nicht mehr sein will, als sie ist.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte der Psychiatrie. Mit Monika Ankele, Medizinhistorisches Museum Hamburg, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Universitätsklinikum Hamburg - Eppendorf. Die Geschichte der Psychiatrie als medizinischer Disziplin ist relativ jung. Im 18. Jahrhundert begann man, die "Irren" nicht mehr als vom Bösen Besessene zu betrachten, sondern als Kranke, die Fürsorge und medizinischer Behandlung bedürfen - und damit eigener Bauten. In der Architektur spiegelt sich die gesellschaftliche Haltung gegenüber psychisch Erkrankten wider. Der von Kaiser Josef II. 1784 errichtete "Narrenturm" war die erste psychiatrische Anstalt Kontinentaleuropas, glich jedoch einem Gefängnis zur Verwahrung von "Insassen". Im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden an den Rändern großer Städte psychiatrische Krankenhäuser, etwa 1907 die Nervenheilanstalt "am Steinhof". In dieser Zeit entwickelte sich in Österreich die Psychiatrie als wissenschaftliche Disziplin und brachte bedeutende Innovationen hervor. Auf diese Hochblüte folgte mit dem Nationalsozialismus das dunkelste Kapitel. Psychisch erkrankte und behinderte Menschen wurden infolge der sogenannten "Euthanasie" ermordet. Diese Zeit sollte in der Psychiatrie noch lange negativ nachwirken. Was die Behandlung betrifft, waren Elektroschocks, Insulinschocks und absichtlich ausgelöste Malaria noch bis in die 1950er-Jahre verbreitet. Dann brachten Psychopharmaka und später auch die begleitende Psychotherapie für die Patienten große Erleichterungen. Ein grundlegender Wandel in der Psychiatrie setzte in Italien bereits in den 1960er-Jahren ein, in Österreich erst in den 80ern. Die Reformen setzten auf individuellere, dezentralisierte und ambulante Versorgungsstrategien. Die Integration psychisch Erkrankter sollte deren Ausgrenzung ablösen, Freiwilligkeit den Zwang. Gestaltung: Isabelle Engels

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.30 Uhr
Klartext

Diskussionsleitung: Klaus Webhofer

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. Concentus Musicus Wien. Heinrich Ignaz Franz Biber: a) Sonata I C-Dur; b) Sonata XI c-Moll; c) Battalia * Henry Purcell: Suite aus der Oper "King Arthur" * Johann Sebastian Bach: Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo a-Moll, BWV 1041 * Georg Philipp Telemann: Suite für Trompete, oboe, Streicher und Basso continuo D-Dur (aufgenommen am 14. Februar im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins) Der "Concentus Musicus Wien" war über 60 Jahre lang Heimat und Urzelle des musikalischen Schaffens seines Gründers Nikolaus Harnoncourt. Die das Ensemble kennzeichnende Intensität und die fundierte, unmittelbar lebendige Auslegung der musikalischen Meisterwerke basierte stets wesentlich auf Harnoncourts Forderung an jeden einzelnen Musiker, ein Stück persönlich zu durchdringen. Das Ensemble entwickelte auf diese Art unweigerlich seine spezifische musikalische Sprache, die es bis heute so unverwechselbar macht. Seit dem Tod von Nikolaus Harnoncourt, im März 2016, zeichnen die beiden Konzertmeister des Ensembles Erich Höbarth und Andrea Bischof sowie der Cembalist und Dirigent Stefan Gottfried für den Concentus Musicus Wien künstlerisch verantwortlich. Am 14. dieses Monats gab die Originalklang-Formation im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins ein Konzert, bei dem Werke von Heinrich Ignaz Franz Biber, Henry Purcell, Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann zu einem abwechslungsreichen Programm zusammengeführt wurden.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

12 Fragen an den Gastroenterologen Michael Häfner Gestaltung: Katrin Mackowski Was bedeutet es, wenn wir nicht mit einem Arzt aus Fleisch und Blut sprechen, sondern mit einem Chatbot; eine künstliche intelligente Maschine, die eine Diagnostik erstellt und auch gleich Rezeptvorschläge macht. Es geht um die Folgen einer "entpersonalisierten Medizin", sagt der Gastroenterologe Michael Häfner. Aber auch die Systeme selbst, die angeblich Krebsvorhersagen effizienter machen können als der Mensch, zeigen Qualitätsprobleme. Algorithmen, die unsere Gesundheit berechnen, gelten eben nicht für alle Menschen gleich und sind noch nicht so intelligent wie man denkt. Immer wieder kommt es zu Qualitätsproblemen bei der Tele-Medizin oder bei Untersuchungen, wenn sie von Systemen der künstlichen Intelligenz begleitet werden. Michael Häfner selbst forscht mit an einem System, bei dem eine Software bei der Darmkrebsvorsorge-Koloskopien die Arbeit des Gastroenterologen ergänzt und für mehr Qualität in der Treffsicherheit sorgen soll. "Bis zu 20 Prozent der Polypen werden übersehen", erklärt der Gastroenterologe. Medien und PR-Werbekampagnen sorgen derzeit um einen Hype rund um die Digitalisierung in der Medizin, während Forscher und Entwickler noch nach den realen Möglichkeiten zur medizinischen Verbesserung suchen. Die Verbindung von Mensch und Maschine selbst ist es, die ethische wie technische Probleme aufwirft. Abgesehen davon stellt "Big Data" vor Herausforderungen: Hacker-Kriminalität und technische Defekte sind die großen Probleme. Eine Handy-App wie "beyondverbal", die auf 150.000 Krankenakten basiert, filtert beispielsweise aus individuellen Daten heraus, ob Herz-Kreislaufkrankheiten drohen. Ganz abgesehen von einer ständigen Überwachung und Datensammlung durch Systeme der künstlichen Intelligenz, droht auch psychische Manipulation durch die Technik selbst; eine künstlich erzeugte Paranoia, sich als gerade noch gesund oder schon krank zu empfinden. Ein Salzburger Nachtstudio von Katrin Mackowski

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Das Völkerrecht. Spielregeln gegen die globale Unordnung (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Reparatur der Zukunft. Casting neuer Ideen (3). Gestaltung: Mirela Jasic, Sarah Kriesche, Ilse Huber, Irmgard Wutscher London - ewiger Quell der Popmusik? Eine persönliche Spurensuche (3). Gestaltung: Robert Rotifer

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin. Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten